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21.10.17 Anfrage über die Vorgehensweise zur Umsetzung Radwegekonzept -

Anfrage Radwegekonzept... [mehr] 



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22.09.18 Digitalisierung - Fluch oder Segen

Diskussion mit MdL Prof Dr. Piazolo

Digitalisierung bestimmt alle Lebensbereich, sollen deshalb unseren Kinder früh mit digitalen Lernmitteln in Kontakt kommen? Ist Digitalisierung wirklich Fluch und Segen?

Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit Digitalisierung 2.0 an den Schulen klappt?

Diese Fragen stelle die Moderatorin Sandra Sonntag (FW-Kreisrätin) zu Beginn der Diskussionsveranstaltung auf hohem Niveau dem eingeladenen

Bildungsexperten und  FW Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Michael Piazolo aus München und erörterten gemeinsam ausführlich das Thema "Digitalisierung an unseren  Schulen"  im engen Dialog mit den anwesenden Fachpublikum und interessierten Bürgern.

Damit Kinder mit der Digitalisierung richtig umgehen können, benötigen sie viele Grundkompetenzen, die sie in der Grundschule erlernen müssen, wie lesen, schreiben und die Fähigkeit selbständig zu denken. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass in der Grundschule das Thema Digitalisierung im Unterricht eher als Ergänzung nützlich sei, aber nicht zwingend präsent sein muss. Der Schwerpunkt bei der Digitalisierung v.a. bei allen weiterführenden Schulen besonders wichtig wäre.

Ebenso wurden die Nachteile der Digitalisierung diskutiert, der Autor M. Spitz spricht von digitalen Demenz, machen Medien süchtig und dumm, wollte die Moderatorin von dem Bildungsexperten wissen. Prof. Dr. Piazolo stellte klar, dass die Gesellschaft sich im Umbruch befinde und die Politik hier eine Antwort finden muss. Besonders im  Bereich der Bildungspolitik benötigen wir einen klaren Rahmen in dem sich Digitalisierung bewegen muss. Natürlich gibt es auch negative Auswirkungen wie Mobbing, Fakenews und ob ein Kleinkind bereits am Tablet sitzen muss, damit es ruhig ist,  wäre eine weniger sinnvolle pädagogische Maßnahme.

Bürgermeister Andreas Scheck, merkte an, dass der Anschluss aller Schulen an schnelles Internet im Zuge des Breitbandausbaus zu wenig berücksichtigt wurde und jetzt vermehrt nachbessert werden müsse.

Aber auch die Vorteile wurden intensiv mit den Zuhören diskutiert, zum einen haben digitale Medien eine hohe Schülermotivation, sofortige Lernkontrolle und die Lehrkraft kann ihren Unterricht deutlich kreativer und individuelle an die Bedürfnisse der Schüler vorbereiten und umsetzen.

Zum anderen fehlt bisher ausreichende Lehrerfortbildungen in diesem Bereich bzw. die Zeit überhaupt an einer solchen Fortbildung teilzunehmen zu können, da es zu wenig mobile Reserven als Lehrervertretung gäbe, so eine Konrektorin und dann könne auch nur eine Lehrkraft pro Schule daran teilnehmen, mehr geht organisatorisch einfach nicht.

Prof. Piazolo pflichtet der Lehrerin bei, dass man hier noch dringend Nachholbedarf habe und er im Bildungsausschuss des Landtages diese Frage häufiger gestellt habe, kaum Antworten darauf erhalten habe.

Ein anderer Lehrer erwähnte die derzeit hohe Zusatzbelastung der Lehrkräfte, die ohne IT Ausbildung eine passendes Medienkonzept für jede Schule vor Ort bis Ende diese Schuljahres erarbeiten soll, um somit seine Schule für Digitalisierung fit zu machen, dafür sei man zu wenig Fachmann. Ebenso bindet das unnötig viele Ressoursen, so der Bildungsexperte und erwähnte ein Modellschulprogramm, wie es idealerweise umgesetzt werden könne. Zudem müsste dieses Problem durch einen eigenen zuständigen Systembetreuer an jeder Schule gelöst werden, aber, so Piazolo, müsste die Staatsregierung dafür entsprechend mehr Geld bereit stellen.

Landtagskandidat Lothar Seissiger stellte klar, dass trotz Steuerüberschüsse effizienter mit dem Bildungsetat umgegangen werden müsse.

Die bisherige Finanzierung sei der große Knackpunkt, um solide die Digitalisierung in Schulen umzusetzen benötigt man jährlich für jeden Schüler 500 Euro, d. h. für die Landkreise wären das jährlich 160 Mio. Euro, die finanziert werden müssten und der Masterplan Digital 2 ist hierzu ein Tropfen auf dem heißen Stein, so der Landtagsabgeordnete.

Auch das föderal-kommunale Geflecht stelle bei der Finanzierung ein großes Problem für die Landkreise dar. Lothar Seissiger verdeutlichte, dass die Landkreise damit finanziell zusätzlich belastet werden neben den zahlreichen anderen Finanzierungsaufgaben. Sepp Blank erwähnte den hohen Bürokratismus in den Behörden, die eine schnelle Lösung und Umsetzung blockiere.

Auf die Frage aus dem Publikum ein "wie sieht eine optimale Digitalisierung an den Schulen aus?" Der Bildungsexperte kommentierte "digitale Medien seinen als Werkzeug des Lernens zu sehen, dennoch sei die pädagogische Vielfalt besonders wichtig, dazu gehören für ihn Kreide, Bücher und Tablet, die verantwortungsvolle Mischung sei entscheidend".

"Der Schüler von heute ist der mündige Bürger von morgen und der muss verantwortungsvoll mit den digitalen Medien umgehen können, deshalb ist die Schulfamilie diesbezüglich der entscheidender Faktor und hat zudem eine humanistische Aufgabe", so Sandra Sonntag und Lothar Seissiger schlossen somit die intensive zweistündige Diskussionsrunde.

von li. Kai-Holger Seidel, Sandra Sonntag, Prof. Dr. Michael Piazolo, Dr. Lothar Seissiger und Sepp Blank