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Neuigkeiten vom Ortsverband:

Besuch der Landesdelegiertenversammlung in Essenbach -

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Stadträte bei der Essensausgabe engagiert -

Viel los war am vergangenen Wochenende auf dem Traunreuter Rathausplatz. Das Familienherbstfest lockte ... [mehr] 

Großer Festakt im k1 -

Um das Jubiläum der Städtepartnerschaften gebührend zu feiern, gab es am vergangenen Samstag im k1 ... [mehr] 


Neue Anträge der Fraktion:

19.01.18 Abschaffung der Straßenausbaubeitragsatzung -

Erneuter Antrag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge... [mehr] 

04.12.17 Planungsmittel zum Ausbau der Frühlinger Spitz Straße -

Planungsmittel zum Ausbau der Frühlinger Spitz... [mehr] 

21.10.17 Anfrage über die Vorgehensweise zur Umsetzung Radwegekonzept -

Anfrage Radwegekonzept... [mehr] 



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18.07.18 Besichtigung der Traunreuter Stadtwerke

Frisch- und Abwasserbetriebstätten besichtigt

Traunreut. Zu einem Informationsaustausch trafen sich die Vorstandschaft der Freien Wähler Traunreut mit Mitarbeitern der Stadtwerke Traunreut. Dabei wurden sowohl Teile der Trinkwasserversorgung sowie das Klärwerk besichtigt. Ebenfalls anwesend waren der Landtagskandidat Josef Blank und der Bezirkstagskandidat Kai-Holger Seidel.

Gestartet wurde die Besichtigungstour am Betriebshof der Traunreuter Stadtwerke, auf dem sich fünf Mitarbeiter um die Frischwasserversorgung der Bürgerinnen und Bürger kümmern, wie es der stellv. Betriebsleiter Alen Kuzmann berichtete. Weiter ging es zu einem der Brunnen in Traunwalchen. Vor Ort schilderte Kuzmann das Funktionsprinzip und nannte auch einige Eckdaten dazu. So wird das Stadtgebiet ausschließlich mit reinem Grundwasser versorgt, nicht einmal eine Wasseraufbereitung sei notwendig, was der hohen Qualität geschuldet sei. Im Durchschnitt liegt der Nitratwert bei 6 mg pro Liter, 50 mg wären hier der zulässige Grenzwert. Insgesamt stehen für die Trinkwasserversorgung sieben Brunnen zur Verfügung, wobei die vier Brunnen in Traunwalchen das Herzstück bilden. Die Bohrtiefe der dieser beträgt zwanzig Meter, die Pumpen arbeiten jedoch in einer Tiefe von acht Metern. Für Notlagen wie z.B. Hochwasserereignisse steht auch in jeder Anlage eine UV-Anlage zur Verfügung. Diese dient dazu, Bakterien abzutöten und so das Trinkwasser bei Bedarf qualitativ aufzuwerten. „Aber wir in Traunreut sind in der glücklichen Lage, dass wir bisher nie auf die UV-Anlagen zurückgreifen mussten“, erklärte Kuzmann. Um die Brunnen herum sind Grünflächen soweit das Auge reicht. Das liegt daran, dass sich die Landwirte dazu verpflichten, die Wiesen zu erhalten und dafür Ausgleichszahlungen bekommen.

Der nächste Stopp auf der Informationstour wurde bei den Hochbehältern in Frühling eingelegt. Diese befinden sich ca. vierzig Meter über der Stadt, so dass sich hiermit der Wasserdruck von vier Bar erklärt. Der größere Behälter hat ein Fassungsvermögen von 3000m³, der Kleinere von 2000m³ Wasser, was aber nicht heißt, dass beide Behälter ständig bis zum Rand gefüllt sind. Im Tagesverlauf, also in 24 Stunden, soll das Wasser in beiden Behältern einmal komplett ausgetauscht werden. Insgesamt liegt im Stadtgebiet ein täglicher Trinkwasserbedarf von 3500m³ vor, im Vergleich zur Landeshauptstadt München eher gering, da dort der Bedarf bei 1.000.000m³ Wasser liegt. Die Reinigung der Hochbehälter findet einmal jährlich statt. Hier muss in den meisten Fällen etwas Sand und Kalk entfernt werden. Das geschieht aber auch nur unter Zuhilfenahme von Wasser ohne chemische Zusatzstoffe.

Die dritte Station war die Traunreuter Kläranlage. Florian Friedl begrüßte die Freien Wähler im Hauptgebäude. Dort erklärte er zunächst einige allgemeine Dinge zum Traunreuter Abwasserbetrieb. Mit den Klärwerken in Stein und Traunreut werden zwei Anlagen im Stadtgebiet betrieben. Die Anlage in Stein ist in den 70´ger Jahren erbaut worden und ist für 7500 Einwohner ausgelegt. Die Anlage in Traunreut wurde 1988 errichtet und für 35000 Einwohner ausgelegt. Die Mitarbeiter sind in einem Bereitschaftsdienst jeden Tag 24 Stunden zu erreichen, um mögliche Störfälle sofort beheben zu können. Neben den Kläranlagen haben die Mitarbeiter auch noch 130 km Kanalnetz zu betreuen und sind somit für die jährlich anfallende Masse von 2.000.000m³ zu klärenden Wasser im Stadtgebiet in Gesamtheit verantwortlich. An Spitzentagen mit Starkregenereignissen können bis zu 17000m³ Abwasser anfallen, die dann aber in erst einmal in Regenklär- und Überlaufbecken gesammelt werden und der Kläranlage dosiert zugegeben werden. An einer Schautafel, auf der die Traunreuter Anlage abgebildet ist, erklärte Friedl das Funktionsprinzip. Im ersten Schritt werden in mechanischen Reinigungen die Fremdkörper wie Klopapier und Sand entfernt. Große Schwierigkeiten bereiten hier immer wieder die Feuchttücher aller Arten. Diese seien zwar spülfähig aber keineswegs pumpfähig. So kommt es immer mal wieder durch Feuchttücher zu Zwischenfällen, weswegen die Mitarbeiter dankbar wären, wenn alle wieder zum herkömmlichen Toilettenpapier greifen würden.

Der zweite Reinigungsschritt in der Kläranlage beinhaltet die Biochemische Reinigung. Hier wird das Abwasser in einem Becken mit Luft angereichert. Von dort gelangt das Wasser nach Nitrifikation und Denitrifikation in eines der Nachklärbecken, in denen sich das Wasser beruhigt und sich der restliche Schlamm, da er schwerer als das Wasser ist, absetzt und zu Boden sinkt. Auch dies geschieht in mehreren Stufen. Wenn die Wasserqualität gut ist, wird es in die Traun abgeleitet. In Traunreut erreichen wir einen Reinigungsgrad von über 99%, endete Friedl mit seine Ausführungen.

Der Vorsitzende der FW Stadtratsfraktion, Konrad Unterstein, bedankte sich bei den beiden Angestellten der Stadtwerke für die sehr interessante Führung. Er freute sich, dass das Grundwasser in sehr guter Qualität gewonnen, und als Trinkwasser verwendet werden kann. Außerdem sei es wichtig, dass immer ausreichend Wasser vorhanden sei, was in manchen Teilen Deutschlands nicht mehr selbstverständlich ist, bei uns aber Gottseidank sichergestellt ist. Auch die Leistung in der Kläranlage lobte er ausdrücklich. „Wir möchten uns lieber nicht vorstellen, was wäre, wenn die Abwasserentsorgung nicht funktioniere“, stellte der Fraktionschef fest. „Bei einem Reinigungsgrad von über 99% ist mir da aber nicht Bange.“

vor einem Hochbehälter in Frühling