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Neuigkeiten vom Ortsverband:

Besuch der Landesdelegiertenversammlung in Essenbach -

Wir waren mit unserem Vorsitzenden Kai-Holger Seidel, Josef Blank, Matthias Bauregger und Reinhard K... [mehr] 

Stadträte bei der Essensausgabe engagiert -

Viel los war am vergangenen Wochenende auf dem Traunreuter Rathausplatz. Das Familienherbstfest lockte ... [mehr] 

Großer Festakt im k1 -

Um das Jubiläum der Städtepartnerschaften gebührend zu feiern, gab es am vergangenen Samstag im k1 ... [mehr] 


Neue Anträge der Fraktion:

19.01.18 Abschaffung der Straßenausbaubeitragsatzung -

Erneuter Antrag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge... [mehr] 

04.12.17 Planungsmittel zum Ausbau der Frühlinger Spitz Straße -

Planungsmittel zum Ausbau der Frühlinger Spitz... [mehr] 

21.10.17 Anfrage über die Vorgehensweise zur Umsetzung Radwegekonzept -

Anfrage Radwegekonzept... [mehr] 



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02.02.18 Neujahresempfang

60 Jahre FW/UW im Landkreis Traunstein

Chieming. Der FW/UW-Kreisverband Traunstein feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen und dieses Jubiläum wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs im Gasthof „Chiemseer Wirtshaus“ mit rund 120 Gästen aus dem ganzen Landkreis begangen. Für beste Stimmung und Unterhaltung zwischen den Reden sorgten in Frack und Zwirn die stimmgewaltigen Quadrophoniker mit dem stellvertretenden FW/UW-Kreisvorsitzenden und -Kreistagsfraktionsvorsitzenden sowie Siegsdorfer Bürgermeister Thomas Kamm (Bariton), Kinderarzt Dr. Andreas Nowack (3. Tenor), Physio Toni Morawietz (2. Tenor), dem  evangelischen Pfarrer Dirk Wnendt (1. Tenor) sowie den Lehrern Franz Wögerbauer (Bass) und Stefan Weißleder (Klavier) . Im Stile der „Comedian Harmonists“ gaben sie Ohrwürmer wie „Küssen kann man nicht alleine“ zum Besten und auch ihre Zugaben wurden mit Applaus und Bravo-Rufen bedacht. Mit einem Schalk im Nacken führte Kamm durch den Abend und nahm dabei mit Vorliebe seine politischen Weggefährten aufs Korn.

 

FW/UW-Kreisvorsitzender Andreas Danzer ließ die 60-jährige Geschichte des Kreisverbandes Revue passieren. Dabei erinnerte er an seine Amtsvorgänger Georg Gschwendner (Übersee), Ludwig Kleißl (Waging), Horst Greßmann (Tacherting), Hubert Neuberger (Schnaitsee/Ehrenvorsitzender) und Josef Wimmer (Surberg) sowie an die bisherigen Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Georg Gschwendner, Franz Haberlander (Traunreut), Eduard Wiesmann (Traunreut) und seit 2001 Dr. Lothar Seissiger (Siegsdorf). Georg Gschwendner sei bei der Gründung des Kreisverbandes im Januar 1958 die „treibende Kraft“ gewesen. Dieser habe auch als stellvertretender Landrat fungiert, wie später Hubert Neuberger und Herbert Häusl (Waging), so 3. stellvertretender Landrat Danzer, der dem Kreisverband seit 2011 vorsteht. Nach der ersten Kreistagswahl 1960 habe man als Parteifreie Wählerschaft vier von 45 Kreistagssitzen errungen. Ab 1984 sei man als Unabhängige Wählergemeinschaft/Freie Wähler angetreten und ab 1996 als Freie Wähler/Unabhängige Wähler. Bei der Kreistagswahl 2014 erreichten die FW/UW mit elf von insgesamt 70 Kreistagssitzen ihr bisher stärkstes Ergebnis. Seit 2015 verfügt man sogar über zwölf Kreistagsmandate, denn Sandra Sonntag wechselte von der FDP zu den Freien Wählern. „Bis dato hatten wir eine reine Männerwirtschaft, doch das hat sich nun dank der Sandra geändert und das hat uns auch sehr gut getan“, so Danzer. Der Kreisverband sehe seine Hauptaufgaben in der Verwirklichung nicht auf Parteiideologie und Gruppenegoismus ausgerichteter Kommunalpolitik.

 

„Ich habe mich hergetraut und zwar gerne“, ließ Landrat Siegfried Walch (CSU) mit einem Schmunzeln verlauten und stellte klar, dass er ein überparteiliches Amt ausführe und für ihn immer der Grundsatz gegolten habe „Erst die Heimat und dann die Partei“. Walch strich die gute Zusammenarbeit zwischen den Kreistagsfraktionen in den vergangenen „vier bewegten Jahren“ heraus und verwies auf die „enge Verbundenheit zwischen den Freien Wählern und der CSU“. Gerade bei den drängenden Fragestellungen und Herausforderungen der Zeit und der Zukunft sei klar geworden, „dass wir sehr ähnlich denken“, auch wenn es einmal Meinungsverschiedenheiten gebe, stellte der Landrat fest und lobte den eingeschlagenen „Weg der Vernunft“. „Wir entlasten die Kommunen und investieren gleichzeitig“, kommentierte er den unlängst beschlossenen Kreishaushalt. Man sei sich einig, dass man das Beste für die Bürger herausholen müsse. Abschließend wünschte sich der Landrat, dass die gute Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter Andreas Danzer und der FW/UW-Kreistagsfraktion um Dr. Lothar Seissiger fortgesetzt werde.

 

Dass der Kreishaushalt fast mit einem einstimmigen Votum beschlossen worden sei, liege daran, dass man alle Fragen und Unklarheiten im Vorfeld klären habe können, so Dr. Lothar Seissiger. Die Zusammenarbeit im Kreistag sei „hervorragend, konstruktiv und sachbezogen“ und mache richtig Spaß. Es sei erfreulich, dass die Kreisumlage von 51,5 auf 50,5 Prozent sinke. Die magische Marke von 50 Prozent sei in Reichweite. Auch wenn die CSU angekündigt habe, die Straßenausbaubeiträge (STRABS) abzuschaffen, strebe man als Freie Wähler weiterhin ein Volksbegehren gegen sie an. Unterschriftenlisten lägen dazu aus. Die Gemeinden dürften hier aber „nicht alleine gelassen werden“, eine Gegenfinanzierung müsse gewährleistet sein, so Seissiger.

 

„Wir sind froh, dass das jetzt so geworden ist mit dem Chiemseer Wirtshaus und dass die Paulaner Brauerei den ersten Bauabschnitt fertiggestellt hat. Zudem hoffen wir, dass die Schaubrauerei auch bald umgesetzt wird“, betonte der Chieminger Bürgermeister Benno Graf in seinen Grußworten, in denen er auch die weiteren Vorzüge seiner Gemeinde vorstellte. Hinsichtlich der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung werde es wichtig sein, dass man „eine Lösung für ganz Bayern findet, mit der die Bürger und die Gemeinden entlastet werden und wir nicht mehr abgewatscht werden“. Stolz sein könne man darauf, wie man die Flüchtlinge und Asylbewerber in Chieming untergebracht habe. „Der ganze Landkreis hat zusammengeholfen und es freut mich, dass das so gut funktioniert hat“, betonte Graf und lobte ganz besonders die vielen ehrenamtlichen Helfer.

 

Nicht nur angesichts des drohenden „Weiter so“ der Großen Koalition in Berlin und Rechtsrucks auf Landesebene (Landtag) kämen auf die Freien Wähler einige Herausforderungen zu, so der stellvertretende FW/UW-Kreisvorsitzender Manfred Kösterke. Auf kommunaler Ebene wolle man weiterhin eine erfolgreiche Politik für den Bürger und für die Region betreiben. mmü

 

 

Foto 1 (mmü): Musikalisch und gesanglich umrahmt wurde der Neujahrsempfang des FW/UW-Kreisverbandes Traunstein in Chieming von den Quadrophonikern mit dem stellvertretenden FW/UW-Kreisvorsitzenden und -Kreistagsfraktionsvorsitzenden und Siegsdorfer Bürgermeister Thomas Kamm (Bariton), Dr. Andreas Nowack (3. Tenor), Toni Morawietz (2. Tenor), Dirk Wnendt (1. Tenor), Franz Wögerbauer (Bass) und Stefan Weißleder (Klavier).